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Pflegezusatzversicherung.de Pflegezusatzversicherung - Pflegetagegeldversicherung Pflegekostenversicherung - Pflegerentenversicherung
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Tarif Vergleich Pflegezusatzversicherung - Pflegetagegeldversicherung Pflegekostenversicherung - Pflegerentenversicherung Hotline 0621 45 46 50 2
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Pflegerentenversicherung oder Pflegerentenzusatzversicherung
Lukrativ für Vermittler, weniger für den Verbraucher! Warnt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten: „Die Pflegerentenversicherung wird häufig von Versicherungsvertretern angeboten, weil sie ihnen eine höhere Provision einbringt. Thorsten Rudnik rät davon ab: „Hierbei handelt es sich um eine schwer durchschaubare und teure Kombination von Versicherungsschutz und unrentablem Sparvorgang." Die Pflegerentenversicherung führt ein Nischendasein. Lediglich ca. 17.000 Verträge wurden in 2009 abgeschlossen. Es gibt nur ein Hand voll Anbieter dieses Produkts - allesamt provisionszahlende Außendienstversicherer. Direktversicherer bieten dieses Produkt erst gar nicht an, weil es sich nicht von selbst verkauft. Die Pflegerentenversicherung ist i.d.R. zu teuer, da ebenso wie bei Lebensversicherungen Kapital angespart werden muss. Dies verteuert dieses Produkt unnötig und muss deshalb über den provisionsabhängigen Außendienst an den Mann gebracht werden. Von sich aus würde niemand eine solche Versicherung abschließen!
Stiftung Warentest hat in Finanztest 03 2011 die Pflegerentenversicherung getestet. Eine Pflegerentenversicherung wird von Lebensversicherern als Ergänzung zu einer Lebens- oder Rentenversicherung angeboten. Es wird eine monatliche Pflegerente vereinbart, die ab Beginn der Pflegebedürftigkeit - je nach Pflegegrad - in einem festen monatlichen Betrag ausbezahlt wird. Meistens ist die Pflegerente im Anfangsbeitrag, gemessen an der monatlichen Leistung, bis zu dreimal teurer als Pflegekosten- oder Pflegetagegeldversicherungen. Das Argument der Beitragsgarantie zieht nicht, wenn der Beitrag ein Mehrfaches beträgt. Eine schlechte Entwicklung des Risikos führt hier zur Verminderung der Überschussbeteiligung, was einer Beitragserhöhung entspricht. Besser Sie versichern dieses Risiko über eine Pflegetagegeldversicherung und legen den Betrag, den die Pflegerente mehr kostet anderweitig an und bilden selbst eine Reserve auf die Sie jederzeit zurückgreifen können.. Da die Pflegetagegeldversicherung eine Summenversicherung und keinen Kostenversicherung ist, muss der Versicherer nicht mit steigenden Kosten rechnen, da er ja nur das vorher fest vereinbarte Tagegeld zahlen muss, selbst dann, wenn die Pflegekosten steigen sollten. Bisher hat es statt Beitragserhöhungen eher Beitragsermäßigungen gegeben. Die Debeka hat dieses Jahr die Beiträge sogar um ca. 20% reduziert. Eine Beitragserhöhung könnte nur dann drohen, wenn der Versicherer sich statistisch bei Schadenquote verkalkuliert hat. Steigende Pflegekosten bei der Pflegetagegeldversicherung führen also nicht zu höheren Beiträgen, da die Leistungen festgeschrieben sind. Bei der Krankheitskostenversicherung verhält sich dies völlig anders: Wenn die Therapiekosten steigen führt dies unweigerlich zu zum Teil drastischen Beitragserhöhungen! Inzwischen gibt es viele Anbieter von Pflegetagegeldversicherungen, die auch bei Demenz leisten und im Leistungsfall beitragsfrei werden. Dieser ursprünglich angepriesene Vorteil der Pflegerente hat sich damit auch erledigt.
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Der BDV empfiehlt die Pflegetagegeldversicherung! Hier der ultimative Vergleich aller Anbieter: Pflegetagegeldversicherung oder Pflegezusatzversicherung mit Beitragsrechner.
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Die Pflegerente Bei der Pflegerente erhält der Versicherte im Ernstfall eine fest vereinbarte Monatsrente. Auch dieses Geld kann frei verwendet und sowohl für Pflege− als auch für Serviceleistungen ausgegeben werden. Ähnlich wie beim Tagegeld wird die volle Pflegerente meist erst ab Pflegestufe III gezahlt. In Pflegestufe I und II gibt es entweder gar keine oder nur Teile der Pflegerente. Allerdings werden bei der Pflegerente sowohl der Beitrag als auch der Leistungsumfang und die Leistungsbedingungen bei Vertragsabschluss festgeschrieben. Das bedeutet: Im Gegensatz zur Tagegeld− und der Kostenpolice ist die Pflegerente beitragsstabil. Dafür müssen die Kunden aber hinnehmen, dass bei einer Pflegerentenversicherung auch die Leistungen am Tag des Vertragsschlusses "festgeschrieben" werden. Das gilt zumindest, wenn die Leistungsprüfung nur nach dem gesetzlichen Recht, also dem Sozialgesetzbuch erfolgt. Praktisch könnte somit, wenn der Gesetzgeber die Leistungen ausweitet, keine Leistung aus der privaten Pflegerente erfolgen, obwohl der Versicherte eine gesetzliche Pflegestufe erhält. Dies trifft zum Beispiel für die Produkte der Neuen Leben und der Nürnberger zu. Die Pflegerente ist ein sehr junges Produkt. Noch gibt es wenige Anbieter und die Preise sind relativ hoch. Auf dem Siegertreppchen stehen der Pflegeschutz der Delta Lloyd, der für Männer bei Ökotest die Traumnote 1,6 erhält und in der Gesamtbewertung die Note "sehr gut" nur ganz knapp verfehlt. Bei den Frauen erreicht das Produkt eine Note von 1,65. Platz zwei erreicht der Volkswohlbund mit den Noten 1,65 für Männer und 1,8 für Frauen. Allerdings wird sich die Delta Lloyd Mitte diesen Jahres aus Deutschland zurückziehen.
Abgeschlagen sind die Angebote der Nürnberger (Selbständige Pflegerente NP 2400) und die AachenMünchner mit dem Tarif PR. Ein wichtiger Grund: Beide Tarife leisten erst in der Pflegestufe III.
Mit Ausnahme des mit "mangelhaft" bewerteten Tarifs 3plus PR der AachenMünchner leisten alle Pflegerentenangebote zudem auch, wenn der Versicherte geistig verwirrt (Demenz) zum Pflegefall wird. Das ist bei der gesetzlichen Pflegekasse und bei anderen privaten Pflegeversicherungen bislang nicht der Fall. Hier ist Demenz erst ab Pflegestufe I versichert oder sobald. die gesetzliche Pflegekasse Demenz wie geplant ab 2008 in ihren Leistungskatalog aufnimmt. Unterm Strich ist die Pflegerente aber zweifelsohne die teuerste Variante unter den Pflegezusatzversicherungen − und zwar ohne signifikant bessere Leistungen zu bieten. Vorsorgewillige sollten daher sorgfältig prüfen, ob sich der Vertragsabschluss lohnt. Das gilt insbesondere für Frauen, die hier besonders teuer zur Kasse gebeten werden. So müsste eine 35−Jährige für eine Pflegerente von 1.500 Euro bei einem guten Anbieter rund 70 Euro Monatsbeitrag zahlen. Diese Versorgungslücke lässt sich aber schon für ein Viertel des Pflegerentenbeitrags über eine Pflegekosten− oder Pflegetagegeldpolice schließen.
Finanztest 03/2011
Themen: Private Pflegerente
Mit Fonds richtig anlegen
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