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Ideal Versicherung - Pflegerentenversicherung

Lukrativ für Vermittler, weniger für den Verbraucher!
Die Pflegerentenversicherung führt ein Nischendasein. Lediglich ca. 17.000 Verträge wurden in 2009 abgeschlossen. Es gibt nur ein Hand voll Anbieter dieses Produkts - allesamt provisionszahlende Außendienstversicherer. 
Direktversicherer  bieten dieses Produkt erst gar nicht an, weil es sich nicht von selbst verkauft.
Die Pflegerentenversicherung ist i.d.R. zu teuer, da ebenso wie bei Lebensversicherungen Kapital angespart werden muss. Dies verteuert dieses Produkt unnötig und muss deshalb über den provisionsabhängigen Außendienst an den Mann gebracht werden. Von sich aus würde niemand eine solche Versicherung abschließen!

Stiftung Warentest hat in Finanztest 03 2011 die Pflegerentenversicherung getestet. Eine Pflegerentenversicherung wird von Lebensversicherern als Ergänzung zu einer Lebens- oder Rentenversicherung angeboten. Es wird eine monatliche Pflegerente vereinbart, die ab Beginn der Pflegebedürftigkeit - je nach Pflegegrad - in einem festen monatlichen Betrag ausbezahlt wird.

Meistens ist die Pflegerente im Anfangsbeitrag, gemessen an der monatlichen Leistung, bis zu dreimal teurer als Pflegekosten- oder Pflegetagegeldversicherungen. Das Argument der Beitragsgarantie zieht nicht, wenn der Beitrag ein Mehrfaches beträgt. Eine schlechte Entwicklung des Risikos führt hier zur Verminderung der Überschussbeteiligung, was einer Beitragserhöhung entspricht. Besser Sie versichern dieses Risiko über eine Pflegetagegeldversicherung und legen den Betrag, den die Pflegerente mehr kostet anderweitig an und bilden selbst eine Reserve auf die Sie jederzeit zurückgreifen können.. Da die Pflegetagegeldversicherung eine Summenversicherung und keinen Kostenversicherung ist, muss der Versicherer nicht mit steigenden Kosten rechnen, da er ja nur das vorher fest vereinbarte Tagegeld zahlen muss, selbst dann, wenn die Pflegekosten steigen sollten. Bisher hat es statt Beitragserhöhungen eher Beitragsermäßigungen gegeben. Die Debeka hat dieses Jahr die Beiträge sogar um ca. 20% reduziert.  Eine Beitragserhöhung könnte nur dann drohen, wenn der Versicherer sich statistisch bei Schadenquote verkalkuliert hat.
Steigende Pflegekosten bei der Pflegetagegeldversicherung führen also nicht zu höheren Beiträgen, da die Leistungen festgeschrieben sind. Bei der Krankheitskostenversicherung verhält sich dies völlig anders: Wenn die Therapiekosten steigen führt dies unweigerlich zu zum Teil drastischen Beitragserhöhungen!
Inzwischen gibt es viele Anbieter von Pflegetagegeldversicherungen, die auch bei Demenz leisten und im Leistungsfall beitragsfrei werden. Dieser ursprünglich angepriesene Vorteil der Pflegerente hat sich damit auch erledigt.

Folgende Anbieter von
Pflegerentenversicherungen
gibt es:


Aachener-Münchner
Delta Lloyd - Pflegerente
Deutscher Ring
Generali
Ideal Pflegerente
Inter SecuraPrivat
Neue Leben - Pflege
Uelzener Pflegerente
Volkswohlbund - Pflege